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Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten - Nachgespräch mit Dr. Christopher Gohl und Dr. Bernd Villhauer,  Welt-Ethos-Institut Tübingen 30.10.2026, 20:00

Ein Theaterstück über die Logik der Vergeltung und die Suche nach nicht-faschistischen Wegen des Widerstands.

  • War am Freitag, 30. Oktober, 20:00
Die nächsten Chancen

Als Nächstes im Haus

Das Haus von Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten - Nachgespräch mit Dr. Christopher Gohl und Dr. Bernd Villhauer,  Welt-Ethos-Institut Tübingen
Fr20:00Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten Nachgespräch mit Prof. Dr. Léonie de Jonge, IRex TübingenZimmertheater Tübingen
Sa20:00MUTTERS COURAGE - Stückeinführung 19:30 UhrZimmertheater Tübingen
So 8.11.18:00„Mein Sorgenschreck“ Gedichte von Friederike Mayröcker und Ernst JandlZimmertheater Tübingen
Do 12.11.20:00MUTTERS COURAGE - Zum letzten Mal; Stückeinführung 19:30 UhrZimmertheater Tübingen
Sa 14.11.20:00PRIMA FACIE Stückeinführung 19:30 UhrZimmertheater Tübingen
Do 19.11.20:00Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten - Nachgespräch mit Prof. Dr. Annett Heft und Dr. Kilian Bühling, IRex Rechtsextremismusforschung, Uni TübingenZimmertheater Tübingen

Worum es geht

Catarina oder von der Schönheit, Faschisten zu töten Tiago Rodrigues Deutsch von Niki Graça Premiere: 17. Oktober 2026In dieser portugiesischen Familie gibt es eine sommerliche Tradition: Immer zum Jahrestag der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Eufémia am 19. Mai 1954 durch Schergen der Salazar-Diktatur wird ein Faschist getötet. Das 2020 geschriebene Stück spielt in der nahen Zukunft (2028) im Süden Portugals. Die Familienzusammenkunft beginnt mit Essen und Trinken und endet mit der Erschießung des zuvor gekidnappten Delinquenten. Hier wird anscheinend Unrecht gerächt. Als sich die Tochter weigert, das Ritual fortzusetzen, da sie nicht mehr an die Logik der Vergeltung glaubt und an der Gewalt als ein legitimes Mittel zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie zweifelt, beginnt eine komplexe politische sowie ethische Auseinandersetzung innerhalb der Familie. Das im Jahr 2028 verortete Stück stellt gewichtige Fragen, die unmittelbar unsere gesellschaftlichen Realitäten berühren. Was ist heute ein Faschist und wie funktionieren faschistische Rhetoriken? Was heißt heute eigentlich „politisch handeln“? Was hat eine wehrhafte Demokratie anzubieten, wenn Widerstand nicht in Gewalt umschlagen soll? Dürfen wir die Regeln der Demokratie verletzen, wenn wir nach anderen/besseren Wegen suchen, sie zu verteidigen? Besteht gegenwärtig nicht gerade die zentrale Herausforderung darin, „dass wir den Faschismus auf nicht faschistische Weise zu bekämpfen lernen“, so Eva von Redecker? Und welche zeitgemäßen und in die Zukunft weisenden Ästhetiken des Widerstandes kann hier das Theater formulieren? Tiago Rodrigues, geboren 1977 in Portugal, ist Schauspieler, Regisseur, Dramatiker und Produzent und seit 2022 Direktor des renommierten Avignon Festivals. Er hat in den letzten 20 Jahren mehr als 40 Aufführungen in über 25 Ländern geschaffen, gründete 2003 zusammen mit Magda Bizarro die Kompanie Mundo Perfeito und wurde 2015 Direktor des Teatro Nacional D. Maria II in Lissabon. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, u.a. 2018 mit dem XV. Europäischen Preis für Theaterrealitäten, 2019 mit dem Titel „Chevalier de l`Ordre des Arts et des Lettres“ der französischen Republik sowie den Prémio Pessoa, dies ist die renommierteste Auszeichnung für Kunst und Wissenschaft in Portugal. „Catarina e a beleza de matar fascistas“ wurde 2020 von Tiago Rodrigues in Portugal uraufgeführt und gastierte vielfach in Europa. Die deutschsprachige Erstaufführung von „Catarina oder von der Schönheit Faschisten zu töten“ fand am 14.2.26 in der Regie von Mateja Koleznik am Schauspielhaus Bochum statt. Wir bieten unserem Publikum grundsätzlich nach jeder Vorstellung ein Nachgespräch an. Dazu werden wir Vertreterinnen und Vertreter aus der Tübinger Stadtgesellschaft sowie auswärtige Menschen mit unterschiedlicher Expertise einladen. Im Rahmen der Nachgespräche kooperiert das Zimmertheater mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung der Uni Tübingen. Unser besonderer Da…

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