Donnerstag, 5. November

Donnerstag in Tübingen

3 Termine
Diese Woche · Do 05.11.Zimmertheater Tübingen · 20 €

Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten - Nachgespräch mit Beatrix von Pilgrim, Bühnenbildnerin und bildende Künstlerin, Rita Thiele, Dramaturgin 05.11.2026, 20:00

Ein Theaterstück über die Tradition, Faschisten zu töten, und die ethische Debatte um Gewalt als Mittel der Verteidigung.

  • Geöffnet 19:00–23:00 · laut Google Maps oder OpenStreetMap

Dein Donnerstagabend

Nach Uhrzeit, dein Termin um 20:00
20:00Christoph Sonntag - AZNZ 2.0Pfullinger Hallen
20:00Wahnsinn Bürokratie - Aus dem Leben eines Bürokraten | Stand-Up Comedy mit Boris PalmerSudhaus
20:00Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten - Nachgespräch mit Beatrix von Pilgrim, Bühnenbildnerin und bildende Künstlerin, Rita Thiele, DramaturginZimmertheater Tübingen
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Zimmertheater Tübingen

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Heute18:00„Mein Sorgenschreck“ Gedichte von Friederike Mayröcker und Ernst Jandl - PremiereZimmertheater Tübingen
Heute20:00PRIMA FACIE Stückeinführung 19:30 UhrZimmertheater Tübingen
Fr20:00Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten Nachgespräch mit Prof. Dr. Léonie de Jonge, IRex TübingenZimmertheater Tübingen
Sa20:00MUTTERS COURAGE - Stückeinführung 19:30 UhrZimmertheater Tübingen
So 8.11.18:00„Mein Sorgenschreck“ Gedichte von Friederike Mayröcker und Ernst JandlZimmertheater Tübingen
Symbolbild (KI)
Do 12.11.20:00MUTTERS COURAGE - Zum letzten Mal; Stückeinführung 19:30 UhrZimmertheater Tübingen
Symbolbild (KI)

Worum es geht

Catarina oder von der Schönheit, Faschisten zu töten Tiago Rodrigues Deutsch von Niki Graça Premiere: 17. Oktober 2026In dieser portugiesischen Familie gibt es eine sommerliche Tradition: Immer zum Jahrestag der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Eufémia am 19. Mai 1954 durch Schergen der Salazar-Diktatur wird ein Faschist getötet. Das 2020 geschriebene Stück spielt in der nahen Zukunft (2028) im Süden Portugals. Die Familienzusammenkunft beginnt mit Essen und Trinken und endet mit der Erschießung des zuvor gekidnappten Delinquenten. Hier wird anscheinend Unrecht gerächt. Als sich die Tochter weigert, das Ritual fortzusetzen, da sie nicht mehr an die Logik der Vergeltung glaubt und an der Gewalt als ein legitimes Mittel zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie zweifelt, beginnt eine komplexe politische sowie ethische Auseinandersetzung innerhalb der Familie. Das im Jahr 2028 verortete Stück stellt gewichtige Fragen, die unmittelbar unsere gesellschaftlichen Realitäten berühren. Was ist heute ein Faschist und wie funktionieren faschistische Rhetoriken? Was heißt heute eigentlich „politisch handeln“? Was hat eine wehrhafte Demokratie anzubieten, wenn Widerstand nicht in Gewalt umschlagen soll? Dürfen wir die Regeln der Demokratie verletzen, wenn wir nach anderen/besseren Wegen suchen, sie zu verteidigen? Besteht gegenwärtig nicht gerade die zentrale Herausforderung darin, „dass wir den Faschismus auf nicht faschistische Weise zu bekämpfen lernen“, so Eva von Redecker? Und welche zeitgemäßen und in die Zukunft weisenden Ästhetiken des Widerstandes kann hier das Theater formulieren? Tiago Rodrigues, geboren 1977 in Portugal, ist Schauspieler, Regisseur, Dramatiker und Produzent und seit 2022 Direktor des renommierten Avignon Festivals. Er hat in den letzten 20 Jahren mehr als 40 Aufführungen in über 25 Ländern geschaffen, gründete 2003 zusammen mit Magda Bizarro die Kompanie Mundo Perfeito und wurde 2015 Direktor des Teatro Nacional D. Maria II in Lissabon. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, u.a. 2018 mit dem XV. Europäischen Preis für Theaterrealitäten, 2019 mit dem Titel „Chevalier de l`Ordre des Arts et des Lettres“ der französischen Republik sowie den Prémio Pessoa, dies ist die renommierteste Auszeichnung für Kunst und Wissenschaft in Portugal. „Catarina e a beleza de matar fascistas“ wurde 2020 von Tiago Rodrigues in Portugal uraufgeführt und gastierte vielfach in Europa. Die deutschsprachige Erstaufführung von „Catarina oder von der Schönheit Faschisten zu töten“ fand am 14.2.26 in der Regie von Mateja Koleznik am Schauspielhaus Bochum statt. Wir bieten unserem Publikum grundsätzlich nach jeder Vorstellung ein Nachgespräch an. Dazu werden wir Vertreterinnen und Vertreter aus der Tübinger Stadtgesellschaft sowie auswärtige Menschen mit unterschiedlicher Expertise einladen. Im Rahmen der Nachgespräche kooperiert das Zimmertheater mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung der Uni Tübingen. Unser besonderer Da…

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