In 48 Tagen · Do 17.12.Zimmertheater Tübingen · 20 €

Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten Nachgespräch mit Dr. Christopher Gohl, Dr. Bernd Villhauer, Welt-Ethos-Institut Tübingen 17.12.2026, 20:00

Theaterstück über Gewalt, Vergeltung und den Preis der Freiheit.

  • Geöffnet 19:00–23:00 · laut Google Maps oder OpenStreetMap

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Heute20:00Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten - Nachgespräch mit Dr. Christopher Gohl und Dr. Bernd Villhauer,  Welt-Ethos-Institut TübingenZimmertheater Tübingen
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So18:00„Mein Sorgenschreck“ Gedichte von Friederike Mayröcker und Ernst Jandl - PremiereZimmertheater Tübingen
So20:00PRIMA FACIE Stückeinführung 19:30 UhrZimmertheater Tübingen
Do20:00Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten - Nachgespräch mit Beatrix von Pilgrim, Bühnenbildnerin und bildende Künstlerin, Rita Thiele, DramaturginZimmertheater Tübingen
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Fr 6.11.20:00Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten Nachgespräch mit Prof. Dr. Léonie de Jonge, IRex TübingenZimmertheater Tübingen

Worum es geht

Catarina oder von der Schönheit, Faschisten zu töten Tiago Rodrigues Deutsch von Niki Graça Premiere: 17. Oktober 2026In dieser portugiesischen Familie gibt es eine sommerliche Tradition: Immer zum Jahrestag der Ermordung der Landarbeiterin Catarina Eufémia am 19. Mai 1954 durch Schergen der Salazar-Diktatur wird ein Faschist getötet. Die Familienzusammenkunft beginnt mit Essen und Trinken und endet mit der Erschießung des zuvor gekidnappten Delinquenten. Hier wird anscheinend Unrecht gerächt. Als sich die Tochter weigert, das Ritual fortzusetzen, da sie nicht mehr an die Logik der Vergeltung glaubt und an der Gewalt als ein legitimes Mittel zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie zweifelt, beginnt eine komplexe politische sowie ethische Auseinandersetzung innerhalb der Familie. Das Stück stellt gewichtige Fragen, die unmittelbar unsere gesellschaftlichen Realitäten berühren. Was ist heute ein Faschist und wie funktionieren faschistische Rhetoriken? Was heißt heute eigentlich „politisch handeln“? Was hat eine wehrhafte Demokratie anzubieten, wenn Widerstand nicht in Gewalt umschlagen soll? Dürfen wir die Regeln der Demokratie verletzen, wenn wir nach anderen/besseren Wegen suchen, sie zu verteidigen? Besteht gegenwärtig nicht gerade die zentrale Herausforderung darin, „dass wir den Faschismus auf nicht faschistische Weise zu bekämpfen lernen“, so Eva von Redecker? Und welche zeitgemäßen und in die Zukunft weisenden Ästhetiken des Widerstandes kann hier das Theater formulieren? Tiago Rodrigues, geboren 1977 in Portugal, ist Schauspieler, Regisseur, Dramatiker und Produzent und seit 2022 Direktor des renommierten Avignon Festivals. Er hat in den letzten 20 Jahren mehr als 40 Aufführungen in über 25 Ländern geschaffen, gründete 2003 zusammen mit Magda Bizarro die Kompanie Mundo Perfeito und wurde 2015 Direktor des Teatro Nacional D. Maria II in Lissabon. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, u.a. 2018 mit dem XV. Europäischen Preis für Theaterrealitäten, 2019 mit dem Titel „Chevalier de l`Ordre des Arts et des Lettres“ der französischen Republik sowie den Prémio Pessoa, dies ist die renommierteste Auszeichnung für Kunst und Wissenschaft in Portugal. „Catarina e a beleza de matar fascistas“ wurde 2020 von Tiago Rodrigues in Portugal uraufgeführt und gastierte vielfach in Europa. Die deutschsprachige Erstaufführung von „Catarina oder von der Schönheit Faschisten zu töten“ fand am 14.2.26 in der Regie von Mateja Koleznik am Schauspielhaus Bochum statt. Wir bieten unserem Publikum grundsätzlich nach jeder Vorstellung ein Nachgespräch an. Dazu werden wir Vertreterinnen und Vertreter aus der Tübinger Stadtgesellschaft sowie auswärtige Menschen mit unterschiedlicher Expertise einladen. Im Rahmen der Nachgespräche kooperiert das Zimmertheater mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung der Uni Tübingen. Unser besonderer Dank gilt hier Prof. Dr. Léonie de Jonge. Besetzung Marco: Paul Smollich Rui: Udo Rau Isabel: Christina Weis…

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