Prof. Dr. Karl-Josef Kuschel 11.11.2026, 20:00

Der Tübinger Theologe wirft einen Blick auf die Auseinandersetzung des Literatur-Nobelpreisträgers mit der biblischen Tradition. Vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Krisen des 20. Jahrhunderts beschäftigte sich Thomas Mann seinen Romanen, Essays und Reden immer wieder mit den geistigen Grundlagen einer humanen Gesellschaft. Die Erfahrungen von Krieg, Exil, Nationalsozialismus und dem Zusammenbruch demokratischer Ordnungen führten ihn zu einem religiösen Humanismus: einer Verbindung von Humanität, ethischer Verantwortung und religiöser Orientierung, die sich gegen Fanatismus, Gewalt und ideologische Verengung richtet. In seinem Buch „Weltgewissen“ zeichnet der vielfach ausgezeichnete Theologe und emeritierte Tübinger Professor Karl-Josef Kuschel eindrucksvoll nach, wie Thomas Mann den Verfall traditioneller Religiosität analysiert, zugleich aber die bleibende Kraft der biblisch-christlichen Überlieferung für die Verteidigung von Freiheit, Menschenwürde und Demokratie hervorhebt. Karl-Josef Kuschel ist Kuratoriumsmitglied der Stiftung Weltethos, Präsident der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft und Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Seine Arbeiten zu Literatur, Religion und interkulturellem Dialog finden weit über den deutschsprachigen Raum hinaus Beachtung.

Worum es geht

Der Tübinger Theologe wirft einen Blick auf die Auseinandersetzung des Literatur-Nobelpreisträgers mit der biblischen Tradition. Vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Krisen des 20. Jahrhunderts beschäftigte sich Thomas Mann seinen Romanen, Essays und Reden immer wieder mit den geistigen Grundlagen einer humanen Gesellschaft.

Die Erfahrungen von Krieg, Exil, Nationalsozialismus und dem Zusammenbruch demokratischer Ordnungen führten ihn zu einem religiösen Humanismus: einer Verbindung von Humanität, ethischer Verantwortung und religiöser Orientierung, die sich gegen Fanatismus, Gewalt und ideologische Verengung richtet.

In seinem Buch „Weltgewissen“ zeichnet der vielfach ausgezeichnete Theologe und emeritierte Tübinger Professor Karl-Josef Kuschel eindrucksvoll nach, wie Thomas Mann den Verfall traditioneller Religiosität analysiert, zugleich aber die bleibende Kraft der biblisch-christlichen Überlieferung für die Verteidigung von Freiheit, Menschenwürde und Demokratie hervorhebt.

Karl-Josef Kuschel ist Kuratoriumsmitglied der Stiftung Weltethos, Präsident der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft und Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Seine Arbeiten zu Literatur, Religion und interkulturellem Dialog finden weit über den deutschsprachigen Raum hinaus Beachtung.

Text: reservix.de

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