Michaela Kohlhaas 25.11.2026, 19:30
Heike Geißler liest über eine Frau, die gnadenlos Gerechtigkeit fordert und die Welt neu einrichten will.
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„Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder.“ So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem Unrecht blutige Vergeltung übt. Doch was passiert, wenn im 21. Jahrhundert eine Frau gnadenlos Gerechtigkeit einfordert? Heike Geißlers neuester Roman ist eine tollkühne Überschreibung von Kleists berühmter Novelle. Ihre Michaela ist eine Schimpfende, eine Stinkende, eine Zärtliche. Eine große Liebende, die nicht bloß Verbesserung will – sie verlangt Wiedergutmachung und Sühne. Und eine gänzlich andere Einrichtung der Welt. Heike Geißler schreibt auf ihrem Instagram-Kanal „Man muss Michael Kohlhaas von Kleist nicht kennen, um mein Buch verstehen zu können. Es reicht, wenn man lebt und mit der Welt und wie sie so ist, nicht einverstanden ist.“Heike Geißler, 1977 in Riesa geboren, wuchs dort und in Chemnitz auf, studierte Amerikanistik, Politik und Geografie in Dresden, Hispanistik und Literaturwissenschaften in Halle. Allein im Jahr 2025 erhielt sie drei bedeutende Literaturpreise: Den Klopstock-Preis für neue Literatur, den Heinrich-Böll-Preis und den Bayerischen Buchpreis. Die Lesung wird moderiert von Katharina Erlenwein, freie Journalistin.> www.suhrkamp.de>www.heikegeissler.de
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