In 191 Tagen · Sa 08.05.Zimmertheater Tübingen · 20 €

Macbeth - Premiere; Stückeinführung 19:30 Uhr 08.05.2027, 20:00

Macbeths lebhafte Einbildungskraft kreiert eine Welt der Sinnlosigkeit, Gewalt und des Machtwillens.

  • Geöffnet 19:00–23:00 · laut Google Maps oder OpenStreetMap

Zimmertheater Tübingen

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Heute20:00MUTTERS COURAGE - Stückeinführung 19:30 UhrZimmertheater Tübingen
Morgen20:00Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten - Nachgespräch mit Dr. Christopher Gohl und Dr. Bernd Villhauer,  Welt-Ethos-Institut TübingenZimmertheater Tübingen
Sa20:00Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten - Nachgespräch mit Vertreterinnen Omas gegen Rechts, TübingenZimmertheater Tübingen
Symbolbild
So18:00„Mein Sorgenschreck“ Gedichte von Friederike Mayröcker und Ernst Jandl - PremiereZimmertheater Tübingen
So20:00PRIMA FACIE Stückeinführung 19:30 UhrZimmertheater Tübingen
Do 5.11.20:00Catarina oder Von der Schönheit, Faschisten zu töten - Nachgespräch mit Beatrix von Pilgrim, Bühnenbildnerin und bildende Künstlerin, Rita Thiele, DramaturginZimmertheater Tübingen

Worum es geht

Macbeth William Shakespeare Deutsch von Schlegel/Tieck und anderen Premiere: 8. Mai 2027 Macbeth ist, so auch der Shakespeareforscher Harald Bloom, der wohl unglücklichste aller Shakespearschen Helden, und zwar deswegen, weil er der mit der lebhaftesten Einbildungskraft ist. Oder in den Worten des schlaflosen und von Alpträumen geplagten Macbeths: „Was ist, ist nicht so schlimm wie das, was man sich vorstellt.“Shakespeare thematisiert in seiner kürzesten und blutigsten Tragödie die Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz und kreiert eine Welt, die uns wie eine gefallene Schöpfung erscheint, in welcher der unbedingte Machtwille, die Verführung durch Macht, die nicht endende Gewaltspirale und der Blutkreislauf der Vorstellungskraft alles zu dominieren scheinen. Inwieweit verweist der (tyrannische) und zwischen Sein und Schein kreisende Kosmos der Macbeths auf die heutige Welt, in welcher die Selbstvernichtung des Menschen unaufhaltsam voranschreitet und der Bund mit der Natur längst aufgekündigt wurde? Das zwischen 1603 und 1607 entstandene Stück erzählt ebenso vom Verhältnis der Geschlechter. Im Zentrum des Geschehens steht das Paar Lady Macbeth und Macbeth, die sich wie Magnete anziehen und abstoßen, von Schuld und Verdrängung heimgesucht und von Geistern der Vergangenheit verfolgt werden. Interessant ist hier, auf welche Schuld unser (westliches) Leben eigentlich gebaut ist und welche aus unserer Vergangenheit kommenden Geister uns beschäftigen oder eben nicht beschäftigen. Und erinnert der Tötungsdrang der Macbeths nicht auch an die untergehenden Bonnie und Clyde? Zugleich fordert das durch seine bildkräftige und poetische Sprache leuchtende Nachtstück, in dem prophezeiende Hexen, aber eben auch Geister auftreten und sich gleich ein ganzer Wald in Bewegung setzt, das Theater wie selten heraus.. Wir spielen Macbeth, in Fortsetzung zu unserer Sturm-Inszenierung, in einer Fassung für zwei Schauspielerinnen und einen Schauspieler, die immer wieder ihre Rollen wechseln und gemeinsam spielerisch gerade die offenen Deutungshorizonte dieses vielschichtigen Dramas erkunden werden. Besetzung Elias Popp, Sophie Maria Scherrieble, Christina Weiser Regie: Olivia Müller-Elmau Ausstattung: Anne Schöttl Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges Technik: Mike Michelus, Alexander Schwab

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