Do 12.11.19:00Fernweh Festival 8 - 10 Vorträge 20% RabattHeinrich-Lades-Halle
Do 12.11.19:00Fernweh Festival 5 - 7 Vorträge 10% RabattHeinrich-Lades-Halle
Do 12.11.19:00Fernweh Festival 3 - 4 Vorträge 5% RabattHeinrich-Lades-Halle
Fr 13.11.20:00Europas wilder Norden - LapplandHeinrich-Lades-Halle
Fr 13.11.20:00Gibraltar - Velden - Eine Wanderung durch EuropaHeinrich-Lades-Halle
Sa 14.11.10:00Workshop Visual StorytellingHeinrich-Lades-Halle
Worum es geht
Patricia Kopatchinskaja – die unwiderstehliche Naturgewalt und Troubadourin der geigerischen Weltklasse Patricia Kopatchinskaja ist vielleicht die eigenwilligste, spannendste Geigerin unserer Zeit, die mit der Freiheit und Fröhlichkeit einer Pippi Langstrumpf über ihre teils provozierend modernen Programme entscheidet. In Erlangen ist sie mit Schostakowitschs Violinkonzert Nr. 2 zu erleben, das ihr auf den geigerischen Leib geschrieben sein dürfte. Die aus Moldawien stammende Künstlerin tritt meistens barfuß auf, um „direkte Verbindung mit der Erde“ zu haben, denn sonst würde sie „abheben“, wie sie lachend bekundet. Da passt es auch, dass sie in der internationalen Welt der Geigerinnen und Geiger als „unwiderstehliche Naturgewalt“ bezeichnet wird. Das gilt vor allem, wenn sie moderne Werke herausfordert. Und das tut sie gern! Patricia Kopatchinskaja entfacht mit ihrem Temperament, ihrer emotionalen und eigenwilligen, exaltierten Spielweise in jedem Werk, auch in den „klassischen Violinhits“, einen Tornado. Die 43-jährige Geigerin, die mit ihren Eltern – beide bekannte Virtuosen der moldawischen Volksmusik – seit ihrem 13. Lebensjahr in Wien aufwuchs und studiert hat, komponiert leidenschaftlich gern. Das hat sich auch auf ihre Interpretationsweise ausgewirkt: „Wenn ich etwas interpretiere, stelle ich mir vor, dass ichder Komponist bin, dass die Musik mit aller Wichtigkeit und Dringlichkeit in diesem Moment auf der Bühne geboren werden muss. Was man auch spürt, wenn man selbst komponiert: Der aufgeschriebene Ton ist nicht alles.“In Erlangen werden die Ausbrüche der wilden Geigerin zusammen mit dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung des Chefdirigenten Edward Gardner in Schostakowitschs Violinkonzert sicherlich spannend: „Je mehr man riskiert, desto näher ist man der Wahrheit. Weil man sich auf Messers Schneide bewegt. Wenn man sich immer nur wiederholt, hat das nichts mit Kunst zu tun. … Es muss immer eine Revolution stattfinden, ein Protest, eine Konfrontation.“Dieser revolutionäre Geist befördert Patricia Kopatchinskajas Vorliebe für moderne Musik, Stücke zeitgenössischer Komponisten. Neue Musik ist für die interessante Künstlerin „ein Fenster in die Freiheit.“Ihre Mission sieht sie folgendermaßen: „Die zeitgenössische Musik ist eine Sprache, die wir verlernt haben. Wir müssen also mehr vermitteln, Theater spielen, ein bisschen inszenieren. Musik ist keine Konsumwelt. Ich bin doch eher so etwas wie eine Kabarettistin. Kabarettisten befassen sich mit aktuellen Themen, geben etwas Eigenes hinzu und ziehen damit von Ort zu Ort. So sollten auch wir Musiker durch die Welt ziehen – wie Troubadoure.“Kopatchinskaja folgert daraus für den Konzertbetrieb: „Für mich war es als Studentin nie interessant, das Brahms-Violinkonzert aufzupolieren, sondern Stücke meiner Kollegen zu probieren. Wie Brahms klingen soll, wird unterrichtet. Aber das interessiert mich nicht, sondern wie etwas klingen könnte. Einmal saß ich irgendwo in Deutschland in einem …