Do 12.11.19:00Fernweh Festival 8 - 10 Vorträge 20% RabattHeinrich-Lades-Halle
Do 12.11.19:00Fernweh Festival 5 - 7 Vorträge 10% RabattHeinrich-Lades-Halle
Do 12.11.19:00Fernweh Festival 3 - 4 Vorträge 5% RabattHeinrich-Lades-Halle
Fr 13.11.20:00Europas wilder Norden - LapplandHeinrich-Lades-Halle
Fr 13.11.20:00Gibraltar - Velden - Eine Wanderung durch EuropaHeinrich-Lades-Halle
Sa 14.11.10:00Workshop Visual StorytellingHeinrich-Lades-Halle
Worum es geht
Anastasia Wladimirowna Kobekina ist wild und mit ihrem Cello verwachsen: Gerade mal vier Jahre war sie, als sie ihren ersten Cellounterricht erhielt. Das singende, klangvolle Instrument sollte Anastasia Kobekina nie mehr loslassen. 1994 im russischen Jekaterinburg geboren, wuchs sie in einem musikalischen Elternhaus auf: Die Mutter ist Pianistin, der Vater Komponist. Mit zwölf Jahren begann sie ihr Studium am Moskauer Konservatorium, bevor sie ihre Ausbildung unter anderem in Kronberg, Berlin und Paris fortsetzte. Seit 2012 lebt Anastasia Kobekina in Deutschland. Sie wuchs in einem Umfeld auf, in dem Musik zum Alltag, zum Leben gehörte. Gezwungen wurde sie nie zum Üben, sagt sie. Fleißig war sie aus einem inneren Bedürfnis heraus, aus Neugier und Leidenschaft für die Musik. Begeistert führt sie auch immer wieder die Kompositionen ihres Vaters auf, hat seine Werke für Cello eingespielt. Es spricht für die künstlerische Orientierung der 32-jährigen Musikerin, dass sie mit dem exquisiten Münchener Kammerorchester auftritt. Denn Enrico Onofri, einer der drei Associated Conductors des Münchener Kammerorchesters, verkörpert mit Jörg Widmann und Bas Wiegers geradezu ideal das weite künstlerische Spektrum des Orchesters und den unbändigen Willen, der Musik vom Barock bis heute neue Dimensionen abzugewinnen. Das passt auch zum musikalischen Verständnis der Cellistin. Insofern darf man gespannt sein, wie Anastasia Kobekina Haydns Cellokonzert in C-Dur mit dem Münchener Kammerorchester umsetzt. Langweilig und verzopft wird das gewiss nicht! Das Programm mit Mendelssohn Bartholdys 3. Sinfonie im zweiten Teil verspricht schon werkbedingt Vitalität und Beweglichkeit, die bei dem „Schmetterling unter den Münchener Spitzenorchestern“ interpretatorisch zusätzlich spannende Ansätze, Höhenflüge bieten dürfte. Die Gegenüberstellung mit einem Werk aus der Neuen Musik (bei Drucklegung noch nicht benannt) wird dem Abend zusätzlichen Reiz verleihen: Denn die Münchener sind bekannt und beliebt für ihre abwechslungsreiche Programmdramaturgie. Die Bilderbuchkarriere mit bedeutenden Wettbewerbserfolgen von Anastasia Kobekina führt die lebhafte und meist vergnügte Cellistin zu berühmten Orchestern (Kremerata Baltica, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Wiener Symphoniker). In der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen tauchen illustre Namen wie Isabelle Faust, Fazıl Say oder Wladimir Spiwakow, Gidon Kremer und András Schiff auf, um nur einige zu nennen. Das Reisen mag die junge Cellistin, die hinsichtlich ihres Temperaments durchaus wesensverwandt mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja erscheint, gern. Das Alleinsein auf den Konzertreisen nimmt die Cellistin gelassen als Begleiterscheinung ihrer solistischen Berufung. Nur das permanente Aufpassen auf ihr wertvolles Guadagnini-Cello von 1740 (eine Leihgabe), das sie quasi stets herumträgt, empfindet sie als einschränkend, körperlich anstrengend. Ansonsten versucht sie, neben den Konzertauftritten, auch die Städte ihrer…