In 44 Tagen · Sa 12.12.18:00 · Martinskirche · 20 €
Gloria @ Martinskirche
Festliche Freude und zweifelnde Fragen: Ein musikalisches Gloria zwischen barocker Pracht und avantgardistischer Reflexion.
Dein Samstagabend
Nach Uhrzeit, dein Termin um 18:00
18:00GloriaMartinskirche
Dein Termin
19:00WeihnachtskonzertMartinskirche
19:00Das Kriminal Dinner - Krimidinner mit Kitzel für Nerven und GaumenKulinarium an der Glems
20:00Dr. Aleks & The Fuckers-Heimspiel - Sexy Gipsy Balkan ActionPavillon am Calwer Bogen
Martinskirche
Das Haus deines Termins
Sa 14.11.18:00Messiah Teil 3/3Martinskirche
So 22.11.18:00RequiemMartinskirche
Sa 12.12.19:00WeihnachtskonzertMartinskirche
Worum es geht
John Rutter (*1945) Gloria James Mac Millan (*1959) Gloria Cappella Nuova Sinfonisches Stiftshoforchester Sindelfingen (Theresia Hanke, Konzertmeisterin) Sarah M. Newman, Sopran Marcel Hubner, Tenor Bezirkskantor Daniel Tepper – Leitung In adventlichem Jubel stimmt Maria im Lukasevangelium einen großen Lobgesang über Gottes Güte und Gerechtigkeit an. Diesen erwartungsfrohen und dankbaren Gestus zeichnet Antonio Vivaldi in barocker Leichtigkeit, italienischer Virtuosität und venezianischer Klangpracht nach. Sein berühmtes Magnificat entstand um 1715 und drückt das bildhafte und charaktervolle Libretto in lautmalerischer Opernmanier treffend aus. Diesen rauschenden Jubel ergänzt der im Messordinarium verankerte Gloria-Text nach Worten der Weihnachtsgeschichte: "Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden" verkünden dort die Engel den verwunderten Hirten auf dem Feld. Der britische Komponist John Rutter lässt in seinem monumentalen Gloria unter Einsatz von Blechbläsern und Schlagwerk die weihnachtliche Freude der himmlischen Heerscharen deutlich spürbar werden. Mit schmetternden Fanfaren erzählt das Gloria von Ehrerbietung und himmlischer Herrlichkeit. Eine eher nachdenkliche und misstrauische Grundstimmung schlägt die Vertonung des schottischen Avantgardisten James Mac Millan an. Das harmonisch raffinierte Werk kontrastiert den überschwänglichen Text mit aufwühlenden Ostinati und überraschenden Klangeffekten, während kontemplative Passagen faszinierende Einflüsse der Gregorianik, byzantinischen Orthodoxie und keltischen Folklore erahnen lassen. Trotz freudiger Textgrundlage und ebenfalls majestätischer Besetzung mit festlichen Blechbläsern, Pauken und Orgel überwiegt letztlich eine zweifelnde Atmosphäre, die himmlische Friedenszusage der Engel zögerlich hinterfragend: Friede auf Erden - eine Utopie?