Donnerstag, 12. November

Donnerstag in Dresden

26 Termine2 kostenlos
In 14 Tagen · Do 12.11.Stadtarchiv Dresden · 16,50 €

SLOP 12.11.2026, 19:00

KI-Schrott trifft auf DDR-Grenzverletzung: eine Performance, die fragt, was uns heute noch herausfordern kann.

Dein Donnerstagabend

Nach Uhrzeit, dein Termin um 19:00
19:00Dinner mit Mörderjagd - Jack the RipperCarolaschlösschen
19:00SLOPStadtarchiv Dresden
Dein Termin
19:30Impro Comedy ShowKulturhafen Dresden
19:30Generation XY ungelöstHerkuleskeule
19:30Die Jugend von OrleansStaatsschauspiel Dresden - Kleines Haus
Symbolbild
20:002. Weinböhlaer Lachnacht - mit Jacky Feldmann | Thomas Nicolai | Sebastian Krämer | Roberto Capitoni Moderation: Zärtlichkeiten mit FreundenZentralgasthof Weinböhla
20:00Anna BartlingKulturzentrum Scheune
Symbolbild

Worum es geht

»Slop« ist das US-amerikanische Wort des Jahres 2025. Es bedeutet ursprünglich Schlamm, Nassmüll oder Fraß, wird heute aber im Zusammenhang mit massenhaft KI-generiertem Internet-Schrott verwendet. Ausgehend von den Bildkulturen im neuen digitalen Zeitalter erforscht die Performance SLOP deren Beziehung zur radikalen, animalischen Kunst der Auto-Perforations-Artisten. Vorbei an Verboten besetzten sie in den 1980er Jahren im beschaulichen Dresden die Nische der Aktionskunst. Fernab vom sozialistischen Realismus und der Staatskultur der DDR schufen sie durch das Ausloten der eigenen Körpergrenzen subversive Bilder des Widerstands. In viralen Formen scheint die Kunst der Auto-Perforations-Artisten weiterzuleben, wenn Influencer*innen nach TikTok-Logiken Schmerz, Risiko oder Demütigung performen. Aber was heißt es, sich zu »durchbohren«, in einer Zeit, in der Sichtbarkeit und Selbstoptimierung zur Währung geworden sind? Die 2021 verstorbene Dresdner Galeristin und Kunstvermittlerin Claudia Reichardt, genannt Wanda, war eine Wegbegleiterin der Auto-Perforations-Artisten. Die Ausstellung »Wanda, Villa und der Wandel«, die im Herbst 2026 im Stadtarchiv Dresden eröffnet wird, ist als Retrospektive ihrem Schaffen und Wirken gewidmet. Sie gab den Anstoß, sich mit Dresdens Vergangenheit, der DDR und den Themen Aktionskunst, Kunstfreiheit, Körpergrenzen und Risiko auseinanderzusetzen und die Rechercheergebnisse auf die Bühne zu bringen. Die Dresdner Künstler*innen Caroline Beach, Eva Jaekel, Josef Panda und Casey Ouzounis, die aus unterschiedlichen Disziplinen der Darstellenden Kunst kommen, setzen das Vorhaben um. Inspiriert von Archivmaterialien und Gesprächen mit der Künstlergruppe von damals und Fluten an Internet-Content fragen sie: Was kann uns heute überhaupt noch herausfordern? Eva Jaekel, Josef Panda, Caroline Beach, Casey Ouzounis | Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Dauer: ca. 90 Minuten In englischer und deutscher Sprache. Ab 16 Jahren. Hinweis: Es kommt flackerndes Licht zum Einsatz.+++ Die Veranstaltung findet nicht im Societaetstheater statt, sondern in der Robotron-Kantine, Zinzendorfstr. 5.

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