Sa 29. Mai · 19:30
Mein Kampf 29.05.2027, 19:30
George Taboris subversives Verwirr-Stück spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, zu einer Zeit vor der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. In einem Männerwohnheim in Wien mietet sich der junge Adolf Hitler ein, um sich an der Kunstakademie zu bewerben. Er trifft auf den jüdischen Buchhändler Schlomo Herzl, der sich mütterlich um den Provinzler zu kümmern beginnt. Er wird zum Schöpfer seiner charakteristischen Barttracht und unterrichtet ihn in demagogischen Kunstgriffen. Im weiteren Verlauf der mitunter grotesken Handlung wird Herzl das erste Opfer des sich allmählich ausprägenden Antisemitismus Hitlers. Im letzten Akt vermittelt Hitler eine Vorahnung von den Auswirkungen seines nunmehr geschulten "Talents", er macht Jagd auf ein Buchmanuskript von Herzl, in dem er rufschädigende Passagen vermutet. Schließlich verdeutlicht er mit kaum zu überbietender Perfidie, dass er nicht allein das Buch als Archiv von Erinnerungen zu vernichten gewillt ist, sondern auch das Judentum in seiner Gesamtheit. „Mein Kampf" beschäftigt sich in komödiantischer Form mit dem Trauma der Shoah. Dabei wird Hitler interessanter Weise keineswegs als blutrünstiger Dämon, sondern im Gegenteil als unsympathischer, aber nicht durchweg abstoßender Wirrkopf dargestellt. An Brecht und Chaplin anknüpfend, entwickelte Tabori eine Hitler-Figur als komischen Charakter und bezieht sich damit auch auf eine Tradition jüdischen Humors, der er sich verpflichtet fühlt. Nach dem großen Erfolg, den das Schülerprojekt „Nathan der Weise“ mit dem Theater Poetenpack in einer intensiven Workshop-Woche und der abschließenden gemeinsamen Aufführung des Stückes in verschiedenen Städten hatte, fiel die Entscheidung, dieses Grundkonzept auf Taboris „Mein Kampf“ zu übertragen. Gemein-sam mit Schauspielern des Theaters werden Jugendliche auf der Bühne stehen. Regie: Andreas Hueck Ausstattung: Janet Kirsten Komposition: Bardo Henning Es spielen: Reiner Gabriel (Schlomo Herzl), Teo Vadersen (Lobkowitz), Jörg Vogel (Adolf Hitler), Clara Schoeller (Gretchen), Andrea Seitz (Frau Tod, Tagespenner), Thomas Wiesenberg (Himmlischst, Tagespenner), Arne Assmann (Musiker, Leopold, Tagespenner) Einführung ins Stück: 18.45 Uhr Pressestimmen Augsburger Allgemeine vom 17. November 2015 „Es zeigt sich, welche hervorragenden Darsteller das Potsdamer Poetenpack vorweisen kann: Jörg Vogel als Adolf Hitler glänzt vom ersten Auftritt an mit der meisterhaft stets leicht brechenden, überspannten Stimme, mit seinem Tonfall und dem ersten Rede-schwall, der unglaublich komisch wirkt. [...] Absolut sehenswert, eine hervorragende Truppe, die es versteht, ein so schwieriges Stück professionell und hochwertig auf die Bühne zu bringen.“Kreisbote Landsberg vom 16. November 2015 „Das Stück [...] fordert vom Zuschauer viel: Ein nahezu unveränderliches Bühnenbild, eine sehr sparsame Ausleuchtung und den ungekürzten Text, womit die Schauspieltruppe auf knapp drei Stunden kam. Aber Tabori will erzählen, erinnern und unterhalten. Das gel…
Worum es geht
George Taboris subversives Verwirr-Stück spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, zu einer Zeit vor der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. In einem Männerwohnheim in Wien mietet sich der junge Adolf Hitler ein, um sich an der Kunstakademie zu bewerben.
Er trifft auf den jüdischen Buchhändler Schlomo Herzl, der sich mütterlich um den Provinzler zu kümmern beginnt. Er wird zum Schöpfer seiner charakteristischen Barttracht und unterrichtet ihn in demagogischen Kunstgriffen.
Im weiteren Verlauf der mitunter grotesken Handlung wird Herzl das erste Opfer des sich allmählich ausprägenden Antisemitismus Hitlers. Im letzten Akt vermittelt Hitler eine Vorahnung von den Auswirkungen seines nunmehr geschulten "Talents", er macht Jagd auf ein Buchmanuskript von Herzl, in dem er rufschädigende Passagen vermutet.
Schließlich verdeutlicht er mit kaum zu überbietender Perfidie, dass er nicht allein das Buch als Archiv von Erinnerungen zu vernichten gewillt ist, sondern auch das Judentum in seiner Gesamtheit.
„Mein Kampf" beschäftigt sich in komödiantischer Form mit dem Trauma der Shoah. Dabei wird Hitler interessanter Weise keineswegs als blutrünstiger Dämon, sondern im Gegenteil als unsympathischer, aber nicht durchweg abstoßender Wirrkopf dargestellt.
An Brecht und Chaplin anknüpfend, entwickelte Tabori eine Hitler-Figur als komischen Charakter und bezieht sich damit auch auf eine Tradition jüdischen Humors, der er sich verpflichtet fühlt.
Nach dem großen Erfolg, den das Schülerprojekt „Nathan der Weise“ mit dem Theater Poetenpack in einer intensiven Workshop-Woche und der abschließenden gemeinsamen Aufführung des Stückes in verschiedenen Städten hatte, fiel die Entscheidung, dieses Grundkonzept auf Taboris „Mein Kampf“ zu übertragen.
Gemein-sam mit Schauspielern des Theaters werden Jugendliche auf der Bühne stehen. Regie: Andreas Hueck Ausstattung: Janet Kirsten Komposition: Bardo Henning Es spielen: Reiner Gabriel (Schlomo Herzl), Teo Vadersen (Lobkowitz), Jörg Vogel (Adolf Hitler), Clara Schoeller (Gretchen), Andrea Seitz (Frau Tod, Tagespenner), Thomas Wiesenberg (Himmlischst, Tagespenner), Arne Assmann (Musiker, Leopold, Tagespenner) Einführung ins Stück: 18.45 Uhr Pressestimmen Augsburger Allgemeine vom 17. November 2015 „Es zeigt sich, welche hervorragenden Darsteller das Potsdamer Poetenpack vorweisen kann: Jörg Vogel als Adolf Hitler glänzt vom ersten Auftritt an mit der meisterhaft stets leicht brechenden, überspannten Stimme, mit seinem Tonfall und dem ersten Rede-schwall, der unglaublich komisch wirkt. [...] Absolut sehenswert, eine hervorragende Truppe, die es versteht, ein so schwieriges Stück professionell und hochwertig auf die Bühne zu bringen.“Kreisbote Landsberg vom 16. November 2015 „Das Stück [...] fordert vom Zuschauer viel: Ein nahezu unveränderliches Bühnenbild, eine sehr sparsame Ausleuchtung und den ungekürzten Text, womit die Schauspieltruppe auf knapp drei Stunden kam.
Aber Tabori will erzählen, erinnern und unterhalten. Das gel…
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