Mittwoch, 17. Februar

Mittwoch in Stuttgart

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In 112 Tagen · Mi 17.02.Theaterhaus · 26 €

Lutz Jäkel 17.02.2027, 20:15

Lutz Jäkel berichtet persönlich über Syrien, zwischen Trümmern und Hoffnung nach Jahrzehnten der Diktatur.

  • Geöffnet 10:00–21:00 · laut Google Maps

Dein Mittwochabend

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20:15Lutz JäkelTheaterhaus
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Worum es geht

Über fünfzig Jahre Diktatur. Vierzehn Jahre Krieg, Zerstörung, Flucht und Angst. Das ist Syrien. Millionen Menschen wurden aus ihrer Heimat vertrieben, Hunderttausende verloren ihr Leben. Und jetzt – ein Neubeginn? Das Regime ist gefallen, der Diktator wurde selbst zum Geflüchteten. Zum ersten Mal erleben die Syrerinnen und Syrer etwas, das sie nicht kannten: Raum für Fragen. Raum für Hoffnung. Ein freies Syrien? Lutz Jäkel, Fotojournalist und Autor, kennt Syrien seit über dreißig Jahren, aus der Nähe, aus der Ferne. Er hat in Damaskus gelebt, das Land vielfach bereist, Freundschaften geschlossen, das Syrien der Menschen lieben gelernt, nicht das der Macht. Vierzehn Jahre lang musste er wegen des Krieges fernbleiben. Für ihn schien Syrien verloren, die Revolution von 2011 gescheitert. So dachten viele. Dann, plötzlich, der Wendpunkt. Das Regime stürzt. Und nur wenige Tage später macht sich Lutz Jäkel auf den Weg, kehrt in das geschundene Land zurück. Trifft alte Bekannte, langjährige Freunde. So wie Amer, den er nach etlichen Jahren wieder in die Arme schließt und der noch 2024 vom Geheimdienst verhaftet und eingekerkert wurde. Außerdem ist da die Menschenrechtsanwältin Nahla Osman, die nach langer Zeit in das Land ihrer Eltern reist und endlich wieder ein Eis in der berühmten Eisdiele Bakdasch essen kann. Aber da sind auch erschütternde Geschichten. So zeigt Zubaida Lutz die Stelle, an der sie 2012 bei einem Massaker ihren Ehemann verloren hat; nun hofft sie auf Gerechtigkeit. So wie Hazaa, der vor den Trümmern seines Hauses in Homs steht und sich nur eines wünscht: zu leben. Im berüchtigten Foltergefängnis Sednaya hält Abdulhamid ein Foto seines Sohnes in die Kamera, seit Jahren verschollen; wo er genau ist, ob er noch lebt, weiß Abdulhamid nicht. Ein HTS-Kämpfer führt Lutz in eine Drogenfabrik, lässt aus Kisten Millionen von Pillen rieseln. Damit hatte das Assad-Regime sich bereichert und den Krieg finanziert. Die Rückkehr nach Syrien ist die persönlichste Reise des Nahost-Kenners. Eine Spurensuche in einem zerrissenen, aber nicht verlorenen Land. Ein Blick auf ein Syrien zwischen gestern und morgen. Zwischen Trümmern und neuen Wegen. Die Wunden der Vergangenheit sind tief, die Zukunft ist ungewiss, doch die Menschen klammern sich an die Hoffnung, dass es nur besser werden kann ohne die brutale Assad-Diktatur. Nach dem großen Erfolg mit seiner ersten Live-Reportage über das Syrien vor dem Krieg, ist die neue Live-Reportage von Lutz Jäkel ein journalistisches Protokoll, ein emotionaler Blick auf ein Land im Umbruch, auf Syrien und seine Menschen nach dem Krieg und der Diktatur. Wo das Schweigen nach Jahrzehnten der Angst endet. Auf dem El Mundo Vortragsfestival 2025, dem renommierten Wettbewerbsfestival in Österreich, hat „Das neue Syrien“ den 2. Platz in der Kategorie “Bester Vortrag” gewonnen.

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