In 328 Tagen · Sa 25.09.RuhrHOCHdeutsch Spiegelzelt · 36 €

Jürgen Becker 25.09.2027, 19:30

Jürgen Becker seziert im Spiegelzelt mit scharfem Humor und gesellschaftskritischem Blick die Welt.

  • Geöffnet 16:00–22:00 · laut Google Maps oder OpenStreetMap

RuhrHOCHdeutsch Spiegelzelt

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Di 8.6.19:30Eröffnungsgala 2027RuhrHOCHdeutsch Spiegelzelt
Mi 9.6.19:30Horst EversRuhrHOCHdeutsch Spiegelzelt
Do 10.6.19:30Ralf SenkelRuhrHOCHdeutsch Spiegelzelt
Sa 12.6.19:30Andreas RebersRuhrHOCHdeutsch Spiegelzelt
So 13.6.14:30Sebastian Reich & AmandaRuhrHOCHdeutsch Spiegelzelt
Mi 16.6.19:30Tobias Mann & Philip SimonRuhrHOCHdeutsch Spiegelzelt

Worum es geht

Was spricht gegen einen schönen Abend? Jürgen Becker, Welt- und vor allem Kölnversteher, hat sich einmal mehr „nerischtisch dicke Kopp jemaat“. So oder so ähnlich heißt das in Köln, wenn manüber etwas wirklich richtig nachdenkt. Becker, der sein Publikum 28 Jahre in den Mitternachtsspitzen und bis heute Abend für Abend auf der Bühne mit den Wortenbegrüßt: „So, da wollen wir uns mal einen schönen Abend machen!“, stellt sichnämlich eine schwerwiegende Frage: Darf man in Zeiten wie diesen, in einer Weltwie unserer, mit Despoten wie ebenjenen überhaupt noch einen schönen Abendhaben? Oder kann man es vielleicht nicht nur — sondern muss es sogar? Denn was zunächst klingt wie rheinische Gemütlichkeit, führt bei Becker direkt ins Zentrum der Gegenwart. In die Ukraine zum Beispiel, wo erschöpfte Menschenihm bei Hilfskonvois zuprosten und sagen: „Wenn wir nicht mehr feiern, singenund tanzen, haben wir verloren.“ Oder in den deutschen Alltag, wo der Westfalemorgens fragt: „Was kann ich heute schaffen?“ und der Rheinländer sinniert: „Wogeh’n mer heut Abend hin?“ Und schließlich mitten hinein in die große Frage, wieviel Geselligkeit eine Demokratie braucht, damit sie nicht nur funktioniert, sondernauch wirklich lebt. Mit Witz, Wissen und der ihm eigenen Lust an historischen Seitenstraßen erzählt Becker von der Aufklärung, von Wirtshäusern, freier Platzwahl und derrevolutionären Kraft des Zusammensitzens. Denn wer miteinander trinkt, singt, redet und streitet, ist noch lange nicht verloren. Vielleicht sogar beginnt Demokratie nicht etwa im Parlament, sondern vielmehr am Tisch nebenan. Natürlich geht das alles bei Jürgen Becker nicht ohne Musik. Die eingängigen Musikzitate und Melodien sorgen dafür, dass an diesem Abend niemand aus dem Takt kommt — und jede Pointe ihr ganz eigenes Hit-Potential entfaltet. Und so führt Becker, dieser kölsche Universalphilosoph, sein Publikum schließlichund endlich zur segensreichen Erkenntnis, dass auch in einer Welt wie dieser reingar nichts gegen einen schönen Abend spricht. Außer vielleicht ... „dä rischtischdicke Kopp“ am nächsten Morgen.

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