Di 8. Dezember · 19:30
Judith Fanto 08.12.2026, 19:30
Eine Freundesgruppe im Wien am Vorabend des Krieges, auseinandergerissen von der Geschichte, und ein Restaurator, der sich seiner Schuld stellen muss.
Worum es geht
JUDITH FANTOstellt ihren neuen Roman »Der Betrachter« vor»Das Siegel meiner Seele wurde gebrochen«: Es ist ein Brief, der den Restaurator Hermann, genannt »Manno«, im Februar 1948 derart aus dem Gleichgewicht bringt, dass er ihn zurück in seine Jugend in Wien katapultiert, wo er nach dem frühen Tod seiner Mutter in gesicherten, aber gänzlich lieblosen Verhältnissen aufwuchs.
Angesiedelt in der Kunstszene Wiens am Vorabend des Zweiten Weltkriegs erzählt die niederländische Autorin Judith Fanto in »Der Betrachter« (Kein & Aber, Übersetzung: Christiane Burkhardt) von einer Freundesgruppe, die sich im Kindesalter findet und gemeinsam durch dick und dünn geht.
Doch schließlich werden Manno, Béla, Franzi, Max, Bertl und Lotte durch die Gräuel des Nationalsozialismus auseinandergerissen und müssen sich die Schuldfrage stellen. Judith Fanto ist Autorin, Rechtsanwältin und Rednerin.
Ihr Romandebüt »Viktor« basiert auf der Geschichte ihrer jüdischen Familie und war international ein großer Erfolg. Nun nimmt sie sich erneut eines historischen Stoffes an und beschreibt auf sinnliche und in bestem Sinne klassische Weise, inwiefern ein Mensch, der immer nur beobachtet, schuldig werden kann, wenn um ihn herum die vertrauten Wahrheiten zerbrechen.
Wenn Sie Donna Tartts »Der Distelfink« mochten, werden Sie diesen Roman lieben. Moderation: Natascha Geier Deutsche Lesung: Christiane von Poelnitz Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande in Deutschland
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