Mi 13. Januar · 19:30
In der Einsamkeit der Baumwollfelder 13.01.2027, 19:30
Zwei Fremde zwischen Baumwollfeldern tasten sich ab, bis unklar wird, wer hier eigentlich was verkauft und wer sich fürchtet.
Worum es geht
IN DER EINSAMKEIT DER BAUMWOLLFELDERBernard-Marie Koltès Deutsch von Simon Werle Wer ist von wem abhängig? Ein Kunde und ein Dealer treffen inmitten der Baumwollfelder aufeinander.
Beide umkreisen sich, tasten sich ab. Es soll ein Handel getätigt werden, jedoch weiß keiner der Beiden, was gekauft oder verkauft werden soll. Das einsame Verhandeln beider Seiten ist ein Balanceakt, von Doppelbödigkeiten durchdrungen, und pendelt beständig zwischen Gewalttätigkeit und Sanftmut, Brüderlichkeit und Wettbewerb, Verführung und Drohung.
Das Verhandeln rückt in den Hintergrund, und stattdessen entsteht ein verbales Machtausloten. Im Zentrum stehen die Begehren und Ängste der Kontrahenten, und wer von beiden eigentlich die Kontrolle hat.
Bernard-Marie Koltès nutzt das geheimnisvolle Treffen der Fremden als eine Metapher für das menschliche Miteinander: ein ständiges Abwägen zwischen der Angst vor dem Unbekannten und der Sehnsucht nach Nähe.
Das Stück bedient sich der Metapher des Marktes und des verbotenen Geschäfts, um zu zeigen wie Menschen miteinander umgehen.
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