In 119 Tagen · Do 25.02.Theater am Ring · 30 €

Herr Teufel Faust 25.02.2027, 19:30

Fausts rastloses Streben nach Macht und Wissen wird zum Spiegel der Hybris des modernen Menschen im Anthropozän.

Theater am Ring

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Worum es geht

Schauspiel nach Johann Wolfgang von Goethe FAUST IBearbeitung: Torsten Fischer Schneller, weiter, größer, mehr: Heinrich Fausts unstillbares Verlangen kennt keine Grenzen. Was als riskante Wette mit Mephisto beginnt, entwickelt sich zu einem rasanten Hexenritt durch Raum und Zeit. Von der intimen Tragik der Gretchen-Episode in der »kleinen Welt« bis zur Erschaffung eines Menschen im Reagenzglas (Homunculus) und der Kolonisierung der Natur in der »großen Welt« spannt Goethes Universum den Bogen bis in unsere Gegenwart. Torsten Fischers Interpretation begreift dieses rastlose Streben als die Hybris des modernen Menschen und den eigentlichen Ursprung unserer modernen Zivilisation. Faust erscheint als Getriebener, dessen Geist sich selbst überfliegt, während er in einem radikalen Akt der Selbstbehauptung versucht, Land zu gewinnen und das Meer zu bezwingen. Hier geht es ums Ganze: Macht und Besitz, Technologie und Vision sowie die rücksichtslose Unterwerfung von Mensch und Natur. Damit führt der Weg direkt in das Anthropozän – jenes neue geologische Zeitalter, in dem die Menschheit zum dominanten Faktor des Erdsystems geworden ist und damit die volle Verantwortung für die Zukunft des Planeten trägt. Fausts Schicksal ist untrennbar mit der Frage verknüpft, ob wir der Verantwortung für die Zukunft gewachsen sind. Das Stück entfaltet sich als ein unerschöpfliches Welttheater, das zwischen antiker Schönheit und moderner Zerstörungswut schwankt. Das Ende der Reise ist jedoch kein endgültiger Untergang, sondern die Erkenntnis eines ewigen Kreislaufs. Im Sinne von »Stirb und Werde« löst sich Fausts Ruhelosigkeit in der Unendlichkeit der Schöpfung auf, und wie im »Prolog im Himmel« beginnt das Spiel des Lebens von Neuem.» Fesselnder, spielerisch herausragender Parforceritt. [Dominique Horwitz] scheint keine Ermüdung zu kennen, entwickelt eine durchgehende hundertprozentige Bühnenpräsenz. (…) Und man traut sich nicht, auch nur kurz gedanklich abzuschweifen, weil man nichts verpassen möchte.« Saale Zeitung (Bad Kissingen) Mit Dominique Horwitz Regie: Torsten Fischer Ausstattung: Herbert Schäfer und Vasilis Triantafillopoulos

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