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Frankenstein - von Lothar Kittstein, nach dem Roman von Mary Shelley 01.02.2027, 20:00

Frankensteins Schöpfung hinterfragt die Grenzen menschlicher Macht und Verantwortung.

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Worum es geht

Es gibt Stoffe, die altern nicht – sie werden dichter. Unruhiger. Frankenstein gehört zu diesen Erzählungen, die sich mit jeder Zeit neu aufladen: als Mythos der Moderne, als Gründungsfantasie der Wissenschaft, als Albtraum der Selbstermächtigung. Was, wenn Frankenstein mehr geschaffen hat, als wir dachten? Mary Shelleys FRANKENSTEIN erzählt vom fast kindlichen Drang des Menschen, sein Verantwortungsbewusstsein an seine eigenen Möglichkeiten zu verlieren. Kaum eine andere Figur steht so für die Ambivalenz von Fortschritt: Hoffnung und Erkenntnis, Überforderung und Kontrollverlust, Wunder und Katastrophe. Frankenstein ist ein vibrierendes Gefüge aus Fragen: Wer erschafft wen? Wo beginnt Leben? Was bedeutet Leben? Was passiert, wenn das, was wir erschaffen, uns besser versteht als wir selbst? Und was, wenn es nicht mehr verschwinden will? Lothar Kittsteins Überschreibung des weltberühmten Romans stellt die Frage nach menschlicher Verantwortung radikal neu. Hat Frankenstein mit seinem Wesen wohlmöglich ein Bewusstsein geschaffen, das in der Lage ist, seinen Schöpfer zu dominieren? Mit der liebenden Elisabeth und seinem engsten Freund Henry kämpft Viktor Frankenstein gegen eine Monstrosität, die so bedrohlich fremd ist, weil sie aus dem Eigenen kommt. Ein Abend über die gefährlichste aller menschlichen Fähigkeiten: die Welt neu zu erschaffen – im Glauben, sie zu befreien. Nichts für schwache Nerven.

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