Faust 1+2+3 08.12.2026, 18:00
Eine temporeiche, zeitgenössische Fassung von Goethes Faust-Tragödie über Begierde.
Dein Dienstagabend
Nach Uhrzeit, dein Termin um 18:00Hans Otto Theater
Das Haus deines TerminsWorum es geht
Faust steckt in der Krise. Dem Universalgelehrten sind Leben und Lernen fad geworden, und so sucht er nach dem ultimativen Kick, um wieder etwas zu spüren. Er trifft auf Mephisto, den Teufel himself, der ihm pures Gefühl und endlosen Spaß verspricht – im Tausch gegen Fausts Seele. Mit mulmigem Gefühl, aber zeitgenössischer Verdrängungslust lässt Faust sich auf den Deal ein, und schon geht es gemeinsam los: zum Trinken in Auerbachs Keller, in rauschartige Höhen während der Walpurgisnacht, durch Zeit und Raum, Literaturgeschichte und Theaterkonvention, immer höher, schneller, weiter auf der Suche nach dem, „was die Welt in ihrem Innersten zusammenhält“. Als Faust auf Grete trifft, scheint er auf dem Gipfel von Ekstase und Intensität angekommen – die Welt steht für einen Moment still. Und ehe Grete weiß, wie ihr geschieht, fallen die berühmten letzten Worte, und aus „Augenblick, verweile doch“ wird eine kollektive Katastrophe, die keine Gewinner und kein Happy End kennt. Oder doch? Der vielfach ausgezeichnete Autor und Theatermacher Felix Krakau unternimmt in seinem Stück einen wilden Ritt durch Goethes „Faust“ und seine Motive. Er erzählt den Klassiker und seine Figuren komprimiert und heutig, prall gefüllt mit zeitgenössischer Debatte und Popkultur, mit Witz, Spiel- und Fabulierlust. Das Original und seine großen Fragen bringt er damit ebenso konkret wie zeitlos zum Leuchten. Regie: Michael Böhnisch Bühne & Kostüme: Dorit Lievenbrück Musik: Fabian Simon
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