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DOTA singt Kaléko – "In der fernsten der Fernen" Tour 2027 07.05.2027, 20:00

Dota Kehr interpretiert Mascha Kalékos Gedichte, eine musikalische Reise in Berlins Vergangenheit und die Tiefen der menschlichen Seele.

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Das Haus deines Termins
Morgen15:00Der Wolf und die sieben GeißleinReithalle im Kulturforum
So19:00Ortenau OrchesterReithalle im Kulturforum
So 8.11.15:00Spiel im SpielReithalle im Kulturforum
Sa 14.11.20:00GrobschnittReithalle im Kulturforum
So 15.11.17:00Jazzpassage: Florent Nisse und Luna/Abreu/SarduyReithalle im Kulturforum
Mi 18.11.20:00Die Frau, die gegen Türen rannteReithalle im Kulturforum

Worum es geht

Mascha Kaléko fängt in den Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts in Berlin an zu schreiben, ab 1929 veröffentlicht sie in Tageszeitungen, die frühen Gedichte sind pointierte Alltagsskizzen auf Berlinerisch. Sie macht sich einen Namen, verkehrt mit den Großen der Berliner Bohème im Romanischen Café. 1933erscheint ihr erstes Buch „Das lyrische Stenogrammheft“ und findet gleich großen Anklang. Ihr Erfolg als Literatin bricht mit der Machtübernahme der Nazis jäh ab. Sie darf als Jüdin nicht mehr veröffentlichen. 1938 verlässt sie Berlin, aber die Stadt bleibt ihr fester Bezugspunkt. In einem ihrer letzten Gedichte Bleibtreu heisst die Strasse schreibt sie „Vor 40 Jahren wohnte ich hier […] Hierwar mein Glück zuhause. Und meine Not. Hier kam mein Kind zur Welt. Und musste fort. Hier besuchten mich meine Freunde und die Gestapo“, sie schliesst mit der Frage „Was blieb davon? […] eine alte Wunde unvernarbt“Dota Kehr ist Berlinerin, textet, singt und macht seit 2003 mit ihrer Band DOTA. Inzwischen haben sie 16 Alben aufgenommen und unzählige Touren im In- und Ausland gespielt. Dota trifft den Nerv ihrer Zeit oder gleich mehrere mit ihrer Musik, die hüpft und tanzt, innehält, vom Baggersee-Steg springt, schwimmt und taucht, Bis auf den Grund, was auch der Titel einer ihrer schönsten Songs ist. Sie mixt Folk und Indietronica und lässt hier und da ihre Liebe zur brasilianischen Musik aufblitzen. Ihre Texte berühren durch Unmittelbarkeit, Dota spricht nicht vom Elfenbeinturm, sondern von den Leuten hier und jetzt und ihren kleinen Triumphen und großen Abgründen, ihren Unzulänglichkeiten, sich in Nähe zu versuchen und in Gesellschaft zu bewegen. Sie gewinnt den Fred Jay Preis und den Preis der deutschen Schallplattenkritik, sie schreibt ungewollt kleine Hymnen, Rennrad für alle Liebenden in der Großstadt, Keine Zeit für die Bewegung der Klimaproteste. Sie macht Platte auf Platte, ihren besten Song immer in der Zukunft wähnend, sie erarbeitet sich den Titel hardest touring woman in german showbusiness, spielt mit Band und im Duo mit Jan Rohrbach an der Gitarre. Auf einem der Konzerte steckt ihr ein Fan ein Büchlein zu, Autorin: Mascha Kaléko. Dota ist begeistert von der Direktheit der Gedichte, der Verknappung der Sprache und fasst den Plan, aus den Texten Musik zu machen. Sie holt die Erlaubnis von Kalékos Nachlassverwalterin ein und fragt befreundete Songwriter*innen, ob sie mitmachen wollen. Alle sind begeistert, und so sind auf dieser Platte von Dota alleine gesungene Lieder, aber auch Duette mit alten und neuen Stimmen der deutschen Musiklandschaft wie Alin Coen, Hannes Wader, Karl die Große und Max Prosa zu hören. Die Platte erscheint 2020 und hält sich 8 Wochen in den Albumcharts, ein Erfolg. Die Tour dazu findet pandemiebedingt erst 2022 statt, wird aber dann vom Publikum um so mehr gefeiert. Dass Dota die Gedichte Kalékos aufgegriffen und Songs daraus gemacht hat, ist ein Glück. Wie Dota erzählt Kaléko in ihren Texten nicht von Mythen und fernen Sphär…

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