„By the Rivers of Babylon“ – Von Venedig nach Elbflorenz 25.11.2026, 19:30

Von Venedig nach Elbflorenz. Le Bois Chantant: Ariane Jeßulat (Leitung) José Manuel Bendezú Esther Kontarsky Gabriel Pech Anne Schneider Johannes Schultz Timon Teichmann Alberto de Campo (Live-Elektronik, Polyharpye) Von Venedig nach Elbflorenz: Die Lieder Salomons neu entdeckt Venedig um 1610: eine Stadt voller Sprachen, in der jüdische Kantoren und deutsche Reisende aufeinandertreffen – und einander nachahmen. Hier erscheint 1623 Salamone Rossis „Lieder Salomons“: hebräische Liturgie in der Kunstsprache italienischer Mehrstimmigkeit, wo seit Jahrhunderten eine einzige Stimme genügte. Le Bois Chantant, ein Berliner Ensemble für vokale Renaissance-Improvisation, singt diese Sätze nicht ab, sondern erfindet sie weiter – ohne Noten, nach historischen Regelwerken, aus denen Gegenwartsmusik entsteht. Alberto de Campos Polyharpye antwortet mit mikrotonalen Resonanzen, die jede Improvisation an den Rand des Zusammenbruchs bringen können: ein Spiel mit dem Wind. Dazu Banchieris Karikaturen einer Schiffsreise nach Padua und Sermisys Chanson „Je ne menge point de porc“. Der Sound der Serenissima, vierhundert Jahre später – wie er klingt, weiß vorher niemand, auch die Sängerinnen und Sänger nicht.

Worum es geht

Le Bois Chantant: Ariane Jeßulat (Leitung) José Manuel Bendezú Esther Kontarsky Gabriel Pech Anne Schneider Johannes Schultz Timon Teichmann Alberto de Campo (Live-Elektronik, Polyharpye) Von Venedig nach Elbflorenz: Die Lieder Salomons neu entdeckt Venedig um 1610: eine Stadt voller Sprachen, in der jüdische Kantoren und deutsche Reisende aufeinandertreffen – und einander nachahmen.

Hier erscheint 1623 Salamone Rossis „Lieder Salomons“: hebräische Liturgie in der Kunstsprache italienischer Mehrstimmigkeit, wo seit Jahrhunderten eine einzige Stimme genügte. Le Bois Chantant, ein Berliner Ensemble für vokale Renaissance-Improvisation, singt diese Sätze nicht ab, sondern erfindet sie weiter – ohne Noten, nach historischen Regelwerken, aus denen Gegenwartsmusik entsteht.

Alberto de Campos Polyharpye antwortet mit mikrotonalen Resonanzen, die jede Improvisation an den Rand des Zusammenbruchs bringen können: ein Spiel mit dem Wind. Dazu Banchieris Karikaturen einer Schiffsreise nach Padua und Sermisys Chanson „Je ne menge point de porc“.

Der Sound der Serenissima, vierhundert Jahre später – wie er klingt, weiß vorher niemand, auch die Sängerinnen und Sänger nicht.

Text: reservix.de

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