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Ben Becker - liest T.C. Boyle: „No Way Home" 19.02.2027, 20:00

Ben Becker erweckt T.C. Boyles Roman zum Leben und lässt moralische Vorurteile hinterfragen.

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Worum es geht

Ben Becker liest T.C. Boyle: „No Way Home”Eine der wichtigsten Stimmen der amerikanischen Gegenwartsliteratur, gelesen von einer derprägnantesten Stimmen deutschsprachiger Schauspielkunst: T.C. Boyle und Ben Becker habenauf einer gemeinsamen „No Way Home“-Tour vergangenen Herbst den neuesten Roman des Bestsellerautors vorgestellt – als Weltpremiere, ein halbes Jahr vor Erscheinen des Buches in denUSA. Und sie sind bei diesem Road-Trip Künstlerfreunde geworden. Vermutlich, weil es T.C.Boyles facettenreichstes Buch ist und Ben Becker wie kein anderer die verschiedenen Seiten und Sichtweisen von Boyles Figuren zum Leben erweckt. Jetzt setzt Ben Becker die „No Way Home“-Tour solo fort. Dabei ist er T.C. Boyle so nah wie kein anderer, nicht nur weil Interpret und Autor einkünstlerisches Vertrauensverhältnis verbindet, sondern auch weil Ben Becker die Extreme des Romans in sich vereint. Die moralisch gute Seite der Geschichte von „No Way Home“ wird erzählt aus Sicht des Assistenzarztes Terry, den der Tod seiner Mutter aus der Bahn wirft, obwohl er täglich mit dem Tod zu tun hat. Terry, der permanent in einer Klinik in L.A. arbeitet, erbt unverhofft das Haus seiner Mutter in dem Provinzkaff Boulder City, mitten in der Wüste von Nevada, unweit einesgigantomanischen Stausees, der mit jedem Jahr weiter austrocknet. Als Terry das verwaiste Hausseiner Mutter besucht, lernt er Bethany kennen: attraktiv, manipulativ und wohnungslos. Mit ihrfindet sich Terry in einem anderen Leben wieder, über das er zusehends die Kontrolle verliert. Seine Traumfrau verstrickt ihn in einen Alptraum. Denn Bethanys Ex-Freund Jesse verfolgt ihn mitseinem Motorrad, bedroht ihn und bricht ihm alle Knochen. In Terrys Sicht der Geschichte sind Gut und Böse klar verteilt. Doch T.C. Boyle erzählt die Geschichte auch aus Sicht des Bad Boys, und in Jesses Augen sieht die Welt ganz anders aus. Ben Becker leiht diesen gegensätzlichen Figuren nicht nur seine Stimme, sondern seine ganze Erfahrung, lässt in Abgründe blicken undstellt moralische Vorurteile infrage. Damit verleiht er dem Buch eine dritte Dimension. Wer „NoWay Home“ von T.C. Boyle nicht nur lesen, sondern erleben will, ist bei Ben Becker genau richtig.

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